So, jeder, der jetzt wissen will, wann und wie ich mir die Zähne putze oder andere belanglose Dinge tue und denke, kann das gerne nachlesen, und zwar hier.
Ihr kennt es sicherlich alle schon, mein Freund zwitschert nun auch schon seit geraumer Zeit rum und nachdem ich gestern Abend einen Bericht im Fernsehen gesehen habe, muss ich auch mal was dazu sagen, sogar ohne es jemals ausprobiert zu haben
Ja genau! Es geht um Twitter! DER neue Hit, wenns um Kommunikation im Internet geht. Angeblich. So viel hab ich davon noch nicht mitbekommen. Aber wenn ich mich nach dem oben erwähnten Fernsehbericht richte, dann mag ichs wohl, ich mag ja auch SMS… Nunja, ist es denn wirklich so eine tolle Sache, x-beliebige Menschen (unter denen sich bestimmt hier und da auch ein Freund aus der „echten“ Welt versteckt) davon zu unterrichten, was man vor fünf Minuten auf dem Klo getan hat? Ich bin mir ja nicht so sicher.
Mal anders gesehen: Ich ändere nun schon auf vier „Plattformen“ mehr oder minder regelmäßig meinen „ist gerade…“/“fühlt sich…“/“denkt jetzt…“ oder so Status. Und es stört mich nicht, dass hier und da sogar ein paar Leute darauf reagieren. Mir stellt sich jetzt die Frage, ob es nicht vielleicht sogar einfacher ist, einfach nur diese – neue – Plattform zu nutzen und meine Regungen, wenn ich sie denn kundtun will, nur ins Netz zwitschere? Nur wer bekommt das dann mit? Sicherlich ne Menge mehr Leute als nur meine „Freunde“, die allesamt irgendwo in virtuell und sogar „in echt“ existieren. Hm. Als Experiment könnt ich es ja mal starten, vielleicht follow-t mir ja jemand oder sogar mehrere. Ist ja mal ganz interessant zu sehen was passiert, wenn theoretisch jeder wissen könnte – solange ein Internetzugang vorhanden – was ich heute noch vorhabe oder was mir heute schon passiert ist. Komisch, den Menschen an der Bushaltestelle würde ich ja auch nicht erzählen wie lecker mein neuer Tee ist
Wirklich komisch ist es aber für mich auch grade nicht, euch (wer auch immer hier liest) zu sagen, wie es mir grad geht. Das passiert nicht allzu regelmäßig zwar, aber ich tue es ja trotzdem.
Ich starte also mal mein eigenes Projekt: Kann Twitter wirklich Spaß machen? Das könnt ihr für euch auch rausfinden, wenn ihr wollt: www.twitter.com
P.S.: Dazu gebracht, doch mal einen Gedanken daran zu verlieren hat mich das Magazin „Bauerfeind“ im 3Sat.
Man zwitschert sich!
Kaffee hab ich heute nicht getrunken, also nicht so wirklich viel, für meine Verhältnisse zumindest. Aber er stimmt mich auf den Tag ein, den ich beschreiten will. Ohne Kaffee geht es einfach nicht. Oder doch? Heute war ich fast mal fleißig, gestern auch. Zwar habe ich lange nicht das Pensum geschafft, was eigentlich vorgesehen war (von mir selbst, mal wieder viel zu hoch angesetzt für mich, dabei kenn ich mich doch…), aber ich kann stolz auf mich sein, DASS ich es geschafft hab – mit oder ohne Kaffee.
Ich kann also definitiv stolz auf mich sein und mache morgen so weiter wie heute und gestern auch schon. Um die Termine herum erledige ich die mir selbst auferlegten Dinge mit Bravour. Hab ich zumindest so beschlossen
Irgendwie hat mich ja diese ganze Sache mit dem Laufen schon ganzschön gepackt, obwohl ich erst zweimal draußen war… jetzt ist mir untergekommen, dass der Marburger-AHRENS-Stadtlauf am 25.4. diesen Jahres stattfindet, allerdings schreckt mich ab, dass alles über einer Stunde bei 10km gar nicht gelistet wird?! =-O Okay, ich sollte vielleicht nicht allzu viel von mir verlangen, aber irgendwie kribbelt es mich, doch wenigstens die 5km zu versuchen, wenn ich am 25.4. hier bin und vom Anfang bis zum Ende dabei zu sein. Kann ich mich bis dahin genügend steigern, wo ich doch in fast einer Stunde keine 6km schaffe? Oder ist es alles nur eine Frage der Disziplin und Anforderung an sich selbst?
Naja, ich werde mal schaun, wie es sich jetzt für mich weiter entwickelt… eigentlich sollte ich an meinem Essay sitzen und schlaue Dinge über einen sehr bekannten Theologen schreiben, aber gerade wenn solche Dinge anstehen, dann scheint immer alles andere viel interessanter zu sein, als die eigentliche Pflicht. Nicht, dass diese nicht auch interessant ist, nur mit dem Beigeschmack dessen, dass ich es tun MUSS ist es einfach nicht so schön. Ich habe trotzdem viel getan heute: Wäsche gewaschen, aufgeräumt, Sport gemacht, tolle Freunde gesehn, Post verschickt… also viele kleine Ziele schon erreicht! *yay*
Nun wende ich mich also dem Pflicht-Ziel zu. Dies bedeutet, dass ich 4 lange Essays lesen muss, die irgendwie in 1500 Worte zusammen gefasst werden wollen. Aber das ist das nächste Ziel nach diesem ersten Schritt. Ich schaffe das, auch, wenn sich manchmal alles ein bisschen viel anfühlt. Aber das Viele wird ja weniger und ich kann hinterher sogar tolle Ergebnisse bestaunen. Also kümmere ich mich mal darum, dass ich mich umso schneller über das Erreichen meiner Ziele freuen kann, im kleinen und im großen.
Tata…
Warum müssen Theologen immer so geschwallt daherreden? Und warum sind wissenschaftliche Texte auf Deutsch immer so kompliziert geschrieben? Können die sich nicht mal an der englischen Art, Texte zu verfassen, orientieren? Ich meine, wem hilft es denn, wenn man alle zwei Zeilen suchen muss, wo der Satz denn angefangen hat und wo er aufhört?
Mir jedenfalls nicht.
Es ist doch einfach nicht fair, dass ich mir das Geschwalle erstmal in mundgerechte Häppchen zerstückeln muss und das ganze später wieder zusammenpuzzlen darf. Das kostet Zeit und Nerven. Völlig unnötig, wie ich finde. Aber wer wissenschaftlich arbeiten will, der muss da wohl durch. Schöne Sch***e. Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass viele dieser sehr hochtrabend schreibenden Menschen so einiges kürzer und prägnanter verfassen könnten, wenn sie wollten. Wollen sie wohl aber nicht, es könnte ja jemand auf Anhieb verstehen… Ich bin ja nicht dumm, aber etwas unnötig komplizierter machen muss doch nicht sein, ehrlich jetzt!
Ja, heute bin ich mit der besten Laufanfängertrainerin, die man haben kann, eine kleine große Runde gelaufen. Am Stück. Ohne Pause oder gehen. Gehen wäre ja noch Walking, aber wir sind gejoggt. So richtig! So mit andere Jogger grüßen auf dem Weg, Sonne ins Gesicht scheinen lassen und drei Schritte lang ein- und vier Schritte lang ausatmen. Seitenstiche gabs auch nicht. Gestochen hat mich nichts. Ist ja auch noch kein Sommer, da muss man dann ja auf Bienen und so aufpassen. Es ist schön, wenn die kalte Luft in die Lunge strömt, man zwischendurch kleine Pausen hat. Pausen, in denen wir nicht reden. Schöne Pausen, keine, in denen es komisch wird. Partiell natürlich bedingt durch das ordnen müssen der Atemverhältnisse, aber auch einfach so. Die Zeit verging wie im Flug und meine Beine sind auch geflogen, so hat es sich zumindest zwischendurch angefühlt. Mal sehen, wie es weiter geht…
„In the long run“ möchte ich noch viel mehr solche schönen Erlebnisse haben, wenn ich meine „runs“ mache!
Ja, ich gucke Dschungelcamp, wenn auch nur sporadisch. Und wenn ich sehe, wie diese Ingrid locker flockig mit den Worten „das schmeckt richtig lecker!“ Känguruhhoden isst und alles das, was es vorher schon auf dem Dschungel-Gourmet-Tisch gab… Da will ich auch fast so weiße Riesenraupen essen, denen man den Kopf abbeißen muss, weil die doch so einen tollen Nachgeschmack haben. Über die „zähe Hülle“ seh ich da schon hinweg.
Man, wenn ich in dem Alter so hart bin, dann kann ich mir auf die Schulter klopfen.
Natürlich nur mit Verweisen auf die liebe Ingrid van Bergen.
So denn…

Wieder da soll heißen, dass ich wieder in der Stadt wohne, in der ich auch vor meiner Reise nach England gewohnt habe. Und das schon seit August. Jetzt hab ich sogar ne richtige Wohnung, in der es sowohl Küche als auch ein Bad gibt, was ja für Studentenbuden nicht immer unbedingt der Fall sein muss. Vor allem, wenn man an Wohnheime etc. denkt. Nunja, ich hab das halt alles zusammen mit meiner Mitbewohnerin, wir zwei allein! ![]()
Ich frag mich manchmal, was ich tun würde, wenn ich später so eine richtige richtige Wohnung habe. Eine, in der ich für länger als nur ca. eineinhalb Jahre wohne, die ich mit Möbeln einrichte, die aufeinander abgestimmt sind, in der einfach alles so ist, wie ich möchte. Aber wie möchte ich meine richtige richtige Wohnung eigentlich haben? Das Bad soll größer sein, ja, aber sonst? Kommt das dann, wenn ich ne Wohnung ausgesucht habe und ich weiß, wie sie geschnitten ist? Sitze ich irgendwann in dieser Wohnung und hasse sie, weil sie nicht so eingerichtet ist, wie es für mich optimal wäre? Hab ich noch andere Probleme? ![]()
Oje, das kommt raus, wenn ich die Gedanken laufen lasse… Aber das sollte jeder mal tun, solange man wieder runterkommt *g* Nicht, dass ich mich jetzt lange hier ausgetobt hätte, aber insgeheim geistert ein solcher Gedanke doch immer wieder bei mir rum.
Um aber noch über mein Bild da oben zu referieren: da bin ich ja sowas von stolz drauf! Wandtattoos sind so ungefähr das coolste, was Menschen für die Wanddeko entworfen haben. Man muss es nicht überstreichen, und vor allem nicht mühsam vorher aufmalen. Jaaaa, ich habe ganz allein die Sterne und Schmetterlinge an die Wand gebracht und es ist ein bisschen mein Lebensmittelpunkt gerade, aber das darf ein Mädchen ja ab und an mal so für sich gestalten.
Gut, ich hör jetzt auf, weil das ja nur ein kurzer Einwurf für meinen Neustart hier werden soll.
Heute ist nicht alle Tage,
Ich komme wieder,
Keine Frage!
Oder war es zumindest tagsüber
Auf jeden Fall war ich draußen, hab mir eine Tasse Kaffee beim inzwischen ja ziemlich allseits bekannten Whetherspoons gegönnt und wurde dort ganz englisch, nein entschuldigt, britisch von einem Enddreißiger-Macho-Anzug-Engländer äh -Iren (wie mir mehrfach erklärt wurde), zugequatscht. An sich eine lustige Geschichte, aber dass das Leben schön ist, versteh ich auch, wenn man es mir nur ein- bis zweimal sagt *g* Wie auch immer, das „Gespräch“ war spaßig und es ist noch ein Heißgetränk dabei für mich rausgesprungen, was will man mehr?
Nunja, aber auch wenn es so schön ist, Sonne strahlt, nette Menschen texten einen zu, langes Wochenende, Aussicht auf eine Fahrt nach Oxford im Sonnenschein am Montag, fällt einem doch auf, was man grad nicht so hat… Bei Sonnenschein an der Lahn sitzen und grillen!!! Ich vermisse meine Freunde!! Ja, euch alle vermisse ich und zwar schwerstens! Ich kann nicht glauben, dass es grad jetzt, wo ich doch wirklich in ein paar Wochen wieder da bin, so schlimm ist mit Heimweh. Gut, ich hock jetzt nicht hier und heule, aber es schmerzt schon, nicht so direkt da zu sein…
Trotzdem mach ich jetzt noch das Beste aus der Restzeit hier. Ich fahre ja wie gesagt Montag nach Oxford und möchte genieß noch jede Minute, die ich an der Schule bin. Irgendwie sind mir ja doch alle ans Herz gewachsen, auch wenn ich hier auch zwischendurch kleine Aufreger habe, weil die Lehrer in meinem Language Department nicht ganz so die größten Organisationstalente sind. Wenn es heißt, dass was an meinem Stundenplan verändert werden soll, wird das vorgeschlagen, ruhen gelassen und zwanzig Minuten vorher heißt es dann improvisieren, das kann ich also jetzt manchmal ziemlich gut
Aber ich hab sie ja alle lieb. Und die Schüler auch. Ja, einige (Lehrer und Schüler) habe ich grad kürzlich erst mit meinem Frisurwandel leicht (v)erschreckt, aber inzwischen hat sich auch jeder dran gewöhnt *g* Und selbst die Schüler, die man hier „Trouble“ nennt, grüßen mich, sogar, wenn ich in Leatherhead völlig ahnungslos einen kleinen Spaziergang mache: „Hi Miss!“ Das ist schön!
So, das wars erstmal wieder von mir, aber wer weiß, ob ich bei meiner grad wieder ansteigenden Schreibwut morgen nicht schon wieder von mir hören lasse
Bis dann und winkewinke,
die Julia
…haben heute vorgeschlagen, mit mir essen zu gehen, wenn ihre mündlichen Prüfungen am 12.5. durch sind. Ist das nicht toll? So langsam hab ich sie ja doch alle lieb und möchte doch so ein bisschen nicht weg. Natürlich freue ich mich riesig drauf, endlich mal wieder so richtig in heimischen Landen unterwegs zu sein, aber ich werde mein Leben hier mit Sicherheit zwischenzeitlich schon ganz schön vermissen
Grad bin ich auch ein bisschen am rotieren, weil ich sämtliche Stunden, in denen ich in Klassen mithelfe, aus meinem Stundenplan verbannt habe und die Oberstüfler bis nächsten Freitag täglich gefühlt dreimal sehe. Jetzt fangen sie halt doch so langsam an, das Flattern zu bekommen und möchten so viel Übung wie möglich bekommen. Hehe, irgendwie erinnert mich das an mich selbst vor meinen wichtigen Klausuren, Schüler sind schon ein lustiges Volk *g*
Sonst ist hier alles wie sonst. Naja, ein bisschen viel Regen vielleicht, aber zum Wochenende hin solls ja auch wieder schöner werden. Grad merke ich aber auch, wie sehr ich mich an die Umgebung hier gewöhnt habe und muss darum wieder mal unterstreichen, dass ein Jahr oder halt fast ein Jahr für so ein Unterfangen für mich passender ist als ein halbes oder dementsprechend nur ein Semester. Man fängt immer erst kurz vor der Abreise an, Dinge wirklich zu schätzen, sich richtig drauf einzulassen oder überhaupt kennen zu lernen. Aber keine Angst, am 31.5. geht mein Flieger zurück und so schnell werdet ihr mich dann nicht mehr los!
Liebe Grüße
Julia