Wie versprochen kommt hier noch die zweite Hälfte von meinen Ferien und dieses Mal sogar schon relativ fix! *auf die Schulter klopf* Nunja, wollen wir uns mal nicht gleich am Anfang loben
Ein paar Bilder, nämlich die aus Glasgow, habe ich schon ins Album gestellt und stehen bereit, um kommentiert zu werden. Aber fange ich mal vorne an. Am Mittwoch, den 24.10., hatte Nikky, meine “Gastschwester” hier, ihren 20. Geburtstag, was eine wirklich schöne Sache war, mitzubekommen. Nikky hat immer nur ein bis zwei Geschenke auf einmal aufgemacht, um die Freude möglichst auf den ganzen Tag zu verteilen
Und der Hammer an dem Tag war, dass ich sogar zum Festtagsmittagessen mit eingeladen war!!! Somit habe ich an dem Tag einen schönen Geburtstag, leckeres “fancy-restaurant”-Essen und schließlich dann die Fahrt mit dem Bus nach Glasgow erlebt. Letzteres war zwar spannend, aber mit ersteren beiden an Spaß nicht zu vergleichen
Ja, abends um neun bin ich in die Bahn gestiegen, um mich mit Janina (eine weitere deutsche Fremdsprachenassistentin) an der Victoria Station in London zu treffen, von wo aus auch unser “Megabus” nach Glasgow abfuhr. Das war allerdings erst um 23.45h oder so… Dennoch sind wir frohen Mutes und quatschender Weise in einen riesigen Doppeldeckerbus eingestiegen, der tatsächlich wohl bis auf den letzten Platz ausgebucht war, anders, als wir gehofft hatten. Hm, immerhin waren wir zu zweit und keiner von uns musste sich mit dem kein-Taschentuch-besitzenden, Barfuß-seienden, stark nach Schweiß riechenden Herrn einen Doppelsitz teilen, weil wir ja zusammen waren. Gerochen hat der trotzdem.
Aber hey, kein Abenteuer solcher Art ohne komische, rotzdende und stark riechende Menschen!
Im Endeffekt haben wir doch so drei Stunden schlafen können und sind heile um halb neun morgens in Glasgow am Bahnhof angekommen, wo wir unsere Taschen einschließen konnten und uns erstmal auf die Suche nach nem Kaffee gemacht haben
Darauf folgte eine Serie von Gärten und alten Häusern und Denkmälern, die wir gemäß meinem fünf-Pfund-Schottlandreiseführer abgegangen sind. Viel haben wir auch einfach dadurch gesehen, dass wir wild drauflos gelaufen sind und die Stadt an sich genossen haben. Janina war da wirklich eine tolle Partnerin für einen solchen Trip, es hat wunderbar gepasst! Trotzdem haben wir irgendwann nachmittags, als wir auch ein bisschen shoppen gewesen waren, den Schlafmangel gemerkt und nach einer weiteren Kaffeepause den Busbahnhof aufgesucht, um mit einem “citylink bus” nach Edinburgh zu kommen und dort unser Zimmer im “High Street Hostel” zu beziehen. Nicht zu vergessen war ja, dass wir “13+ beds” gebucht hatten… Aber zurück zum Bus. Wir hatten das Glück, gleich in zehn Minuten einsteigen zu können und eine Stunde später durch die dunklen aber geschäftigen Haupstraßen von Edinburgh zu wandern. Wandern deshalb, weil Julia zwar die Adresse vom Hostel aufgeschrieben hat, aber nicht, wo genau die Straße liegen sollte und mein Stadtplan im Reiseführer war da eher nicht so detailliert
Nach langem hin und her und einige Fragen später sind wir aber in der Blackfriar’s Street angekommen und konnten Sachen im Zimmer einschließen und unser Abendessen suchen, welches ein “Beer and Burger” Angebot für 4,50 Pfund war, very convenient
Völlig alle und zu nicht mehr wirklich viel fähig – es war ja jetzt auch schon halb elf oder so – sind wir ins Hostel, dort ins Bett (es war übrigens doch nur ein 8-Bett-Zimmer) und morgens um 9h frisch und fröhlich aufgestanden und gegen 10.30h endlich auf den hellen Straßen von Edinburgh zu stehen. Wir sind zum Schloss, in verwinkelte Gassen und auf Hügel geklettert
Man kann wirklich nur sagen, dass wir ne Menge gesehen haben, auch am Samstag bevor wir wieder in einen großen Bus in Richtung London gestiegen sind. Freitagabend allerdings sind wir in diversen Pubs gewesen, nachdem wir lange durch unbekannte Ecken von Edinburgh gestratzt sind, um einen gemütlichen Pub mit tollem Essen für wenig Geld zu suchen. In den diversen Pubs danach wurde so ziemlich überall Musik gespielt von den unterschiedlichsten Formationen, von jungen Punkrockern zu gesetzteren Oldie-Coverern (hm, klingt grad komisch, aber ihr könnt euch ja denken, was ich meine
). Als wir nun gerade die letzten Noten eines etwas älteren, bekannten Songs hörten, wurden wir schräg von hinten von einem Mann mit krass schottischem Akzent, roter Knollnase und weit über unserem Alter angesprochen. Zuerst waren wir seeehr skeptisch, vor allem, weil er noch einen anderen älteren Herrn dazuholte, der ähnlich betrunken war… Im Endeffekt nahm das ganze aber eine coole Wende, als sie uns einen jungen Pub zeigten, völlig ohne Touristen und Leuten, die in ganz gemütlicher Runde Gitarre spielten und sangen, und zwar schottische Volkslieder. Nebenbei ist für uns Mädels jeweils noch ein Freigetränk rausgesprungen und der Abend war rund!
Wir wurden auch noch zu einem schottischen Mittagessen eingeladen am Samstag, doch auf dieses Angebot sind wir einfach nicht eingegangen. Man kann ja nicht alles machen 
Samstagmorgen mussten wir schon um 10.30h auschecken, durften dort aber noch Klamotten deponieren und haben die Stadt nochmal unsicher gemacht. Nachmittags gabs “tea and a scone” with butter and jam und weil Janina und ich doch ziemlich fertig waren vom rumlaufen, sind wir abends, um die Zeit nicht absitzten zu müssen, bis der Bus kommt, ins Kino gegangen und haben uns “Ratatouille” angesehen. Ein sehr süßer Film und man kann gar nicht glauben, wie schön es sein kann, nach drei Tagen dauergehen mal zwei Stunden am Stück zu sitzen
Zumindest nicht, bis man für mehrere Stunden in einem Bus sitzt, wo der Busfahrer nicht weiß, wie die auf volle Power aufgedrehte Heizung heruntergedreht werden kann. Seeehr schön, wenn man mit 100 Menschen auf engstem Raum für mehrere Stunden eingepfercht ist… Naja, ich habs ja überlebt, wie ihr seht, auch wenn ich nur dreimal für fünf Minuten meine Augen schließen konnte, aber so laufen so Busreisen nunmal *g* Ich war gegen neun Uhr morgens in Fetcham angekommen und schlagkaputt, aber happy, die Reise gemacht zu haben. Ich möchte unbedingt noch einmal mehr Zeit für Edinburgh haben und definitiv noch viel mehr von Schottland sehen, wenn ich die Zeit habe!
Soviel erstmal dazu, die restlichen Bilder von Edinburgh kommen jetzt auch ins Album 
Ich schick ganz viel Sonne (die wir hier erstaunlicher Weise im Moment ganz schön viel haben *auf Holz klopf*) zu euch und drück euch!
Jewlz